FU18E: Deutliche Niederlage gegen den LC Brühl
Am vergangenen Samstag reisten wir nach St. Gallen, um auswärts gegen den LC Brühl Handball anzutreten. Die Ausgangslage vor dieser Partie war schwierig einzuschätzen. In den bisherigen Begegnungen gegen die Brühlerinnen hatten wir bereits alle möglichen Resultate erlebt. Einmal mussten wir uns knapp geschlagen geben, einmal konnten wir als Siegerinnen vom Feld gehen und einmal kassierten wir eine deutliche Niederlage. Entsprechend wussten wir, dass an diesem Tag vieles möglich sein würde und dass es vor allem darauf ankommen würde, unser eigenes Spiel konsequent durchzuziehen und von Beginn weg präsent zu sein.
Der Start in die Partie gelang zunächst gut. Die ersten Minuten waren ausgeglichen und beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. In der Verteidigung konnten wir einzelne Bälle gewinnen und im Angriff fanden wir immer wieder Lösungen, um zum Torerfolg zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich jedoch vermehrt Ungenauigkeiten in unser Spiel ein. Technische Fehler und ungenügend vorbereitete Abschlüsse ermöglichten es dem LC Brühl, das Tempo zu erhöhen und einfache Tore zu erzielen. Während wir zunehmend Mühe hatten, unseren Rhythmus beizubehalten, nutzten die Gastgeberinnen diese Phase konsequent aus und setzten sich Schritt für Schritt ab. So gerieten wir bereits vor der Pause in Rückstand und mussten diesen mit in die Garderobe nehmen. In der zweiten Halbzeit gelang es uns nicht mehr, den gewünschten Umschwung herbeizuführen. Zwar versuchten wir, nochmals Druck aufzubauen und den Rückstand zu verkürzen, doch es fehlte an Konstanz und Durchschlagskraft. Das Feuer und die letzte Überzeugung, welche es gegen einen Gegner dieser Qualität braucht, waren nicht mehr in genügendem Masse vorhanden. Gleichzeitig steigerten sich die Brühlerinnen weiter, spielten mit viel Selbstvertrauen und liessen kaum Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend das Spiel kontrollierte. Der Abstand auf der Anzeigetafel wuchs kontinuierlich an und wir fanden keine Mittel mehr, um dagegenzuhalten. Am Ende mussten wir uns deutlich mit 35 : 22 geschlagen geben.
Nun steht eine matchfreie Woche an, in der gleichzeitig auch Ferien anstehen. Diese Pause kommt gelegen und bietet uns die Möglichkeit, sowohl körperlich als auch mental neue Energie zu tanken und das Spiel zu reflektieren. Danach richten wir den Fokus voll auf die nächste Herausforderung. Zuhause treffen wir auf den Cupfinalist LK Zug. Gegen dieses Team konnten wir zuletzt ein Unentschieden erkämpfen und haben somit noch eine Rechnung offen. Entsprechend motiviert werden wir in die Vorbereitung gehen und alles daransetzen, mit vereinten Kräften neu anzutreten und unser wahres Können wieder auf das Spielfeld zu bringen.
Giulietta Nüssli